Der Begriff: Cybersex

Mehr als nur ein Begriff: Cybersex

Dass einige Mitmenschen ein recht enges Verhältnis zu ihrem Computer haben, ist bekannt. Wie nahe sich Mensch und Technik aber wirklich kommen können, beweisen die verschiedenen Praktiken des Cybersex. Dabei handelt es sich um das Ausleben sexueller Phantasien via Internet. Neben dem Betrachten von Bildern oder Filmen mit erotischen oder pornografischen Inhalten zur eigenen Stimulation umfasst der Begriff Cybersex auch den Austausch von Mails oder Chateinträgen, in denen sexuell orientierte Handlungen mit Worten beschrieben werden. Hierbei findet zwischen zwei oder mehreren beteiligten Personen ein wechselseitiges Beschreiben entsprechender Vorstellungen statt, die zu gegenseitiger Erregung und anschließender Masturbation führen können.

Durch das Fehlen jeglicher physischer Präsenz gilt Cybersex als ebenso sicher wie anonym und ermöglicht es, selbst extremste Vorstellungen auszuleben. So können im virtuellen Raum bis auf wenige Ausnahmen auch verbotene oder verpönte Sexualpraktiken umgesetzt werden. Experten schätzen die Gefahr, durch Cybersex gestörte Verhaltensweisen zu entwickeln, ähnlich hoch ein wie bei realer Sex- oder Internetsucht.

Doch Cybersex kann eine durchaus erotische Komponente beinhalten – nämlich dann, wenn er von vorübergehend getrennt lebenden Paaren als zusätzliches Kommunikationsmittel genutzt wird.